Die deutsche Jazzlegende Hawe Schneider

Die deutsche Jazzlegende Hawe Schneider

( Lutz Eikelmann )
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Hawe Schneider Lutz Eikelmann präsentiert die deutsche Jazzlegende Hawe Schneider



Auf dieser CD findet der interessierte Hörer die bekanntesten Original-Aufnahmen der Spree City Stompers (Titel 1-8 aus dem Jahre 1961) inklusive des Hawe-Hit-Erfolges "Warte, warte nur ein Weilchen" (Haarmann-Moritat) in Kombination mit aktuellen Aufnahmen, die Hawe Schneider im November 2001 mit "Lutzemann´s Jatzkapelle" einspielte (Titel 9-14).

Stimmen zur CD:

"Diese CD setzt wieder Maßstäbe."
Helge Sachs (Amateurjazzer), 11.10.2002

"Ein Glücksfall, dass die Spree City Stompers ... jetzt endlich auch für jüngere Fans greifbar sind."
Reiner Kobe (Jazzkritiker) in der Badischen Zeitung, 06.02.2003


Hawe Schneider verabschiedet sich...

... und blickt voller Dankbarkeit auf annähernd sechs vom swingenden Jazz geprägte und bereicherte Jahrzehnte seines Lebens zurück. Rückblickend betont er: "... sind für mich die wohl ersten Plattenaufnahmen einer deutschen Oldtime-Band (1954 mit Big Boy Goudie), die regelmäßigen AFN-Radiosendungen mit den Spree City Stompers "Strictly From Dixie" (1953/54), die Teilnahme am ersten polnischen Jazzfestival 1957, die Goethe-Institut-Tourneen, die Mitwirkung in etlichen Spielfilmen und last but not least das Zusammenspiel mit vielen US-Jazzern, vor allem die Plattenaufnahmen mit Albert Nicholas und Wild Bill Davison, besonders herausragend." Im Mai 2005 gibt er seine letzten Konzerte in Frankfurt/Main & Hamburg, bevor er die Posaune dann nach dem 25.6.2005 bei dem von ihm in Zusammenarbeit mit der dortigen Kurverwaltung organisierten kleinen Jazzfestival in Hinterzarten im Schwarzwald an den Nagel hängt.

Geboren am 25. April 1930 in Leipzig wurde Hawe Schneider in den 50er und 60er Jahren als Bandleader der Berliner Spree City Stompers und Inhaber des bekannten Jazzlokals Eierschale im In- und Ausland zu einem der bekanntesten deutschen Jazzmusiker.

Mit den Spree City Stompers, einer der erfolgreichsten deutschen Dixielandbands, tourte er nicht nur in allen westeuropäischen Ländern, Polen und Jugoslawien, sondern im Auftrage des Goethe-Instituts in 20 afrikanischen Ländern sowie in Italien, Spanien und Portugal. Des weiteren wirkte er mit dieser Band in zahlreichen Spielfilmen mit. Außerdem erreichten die Schallplattenverkäufe dieser Band Anfang der 60er Jahre auch Top-Platzierungen in der deutschen Hitparade.

Hawe Schneider spielte schon 1952 mit Louis Armstrong und in den darauffolgenden Jahren mit einer Vielzahl amerikanischer und europäischer Spitzenmusiker, deren Aufzählung den Rahmen dieses Textes sprengen würde. Lediglich die engen Freundschaften mit Sidney Bechet, Wild Bill Davison (mit ihm auch gemeinsame Schallplattenaufnahmen!), Albert Nicholas, Kid Ory, Bill Coleman, Milt Jackson und Al Grey sollen hier Erwähnung finden.

Er gab längere Zeit die Zeitschrift "BERLIN-JAZZ" heraus und war als Jazzfachmann freier Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen, Fachblättern und Rundfunkanstalten. Über mehrere Jahre organisierte er mit seinem Veranstaltungsbüro Jazzkonzerte und etablierte in Göttingen die "Wallnuß" als Dependance der "Eierschale". Des weiteren war er Inhaber des "JAZZ-MAGAZIN", wo Jazz-Schallplatten und -bücher aus aller Welt verkauft wurden.

1968 verließ er Berlin aus persönlichen Gründen. Konsequenz: Verkauf der Eierschale und Auflösung der Spree City Stompers. In den folgenden Jahrer arbeitete er als Direktor eines Auto-Museums in Nettelstedt bei Minden und war Organisator und Teilnehmer von Oldtimer-Rallyes in Deutschland, England, Frankreich, Schweden und Italien.

Seit 1971 lebt Hawe Schneider im Hochschwarzwald und war 20 Jahre lang Mitarbeiter in der Redaktion der Badischen Zeitung, Freiburg, sowie als Gastsolist zahlreicher Jazzbands tätig, auch leitete er eigene Besetzungen; 1981 wurde er zum offiziellen Programm des New Orleans Jazz & Heritage Festivals/USA eingeladen, wo er u.a. mit Benny Waters und Preston Jackson konzertierte. 1985 Autor von ".... und abends swing", dem Kultbuch des deutschen Nachkriegsjazz (O-Ton Kulturprogramm des SWF).

Seit Ende der 90er Jahre ist Hawe Schneider international wie bundesweit sehr gefragt; dieses belegen u.a. die aktuellen Einspielungen mit der südwestdeutschen Quartier Latin Jazz Band, seiner eigenen Band Hawe´s Dreamteam und Lutzemann´s Jatzkapelle sowie Einladungen zum Polnischen Jazzfestival 1997, Berliner Dixieland Festival 1999 und 2000 mit Spree City Stompers Reunion Konzerten, Dresdner Dixieland Festival 2002.

In der neuen Ausgabe des New Groove Dictionary of Jazz wird Hawe als "best-traditional-trombonist" mit einer halben Seite gewürdigt. Das Regierungspräsidium Freiburg stufte im Oktober 2001 die Jazztätigkeiten von Hawe Schneider als "künstlerisch wertvoll" ein. "Darauf habe ich ein Jazzer-Leben lang gewartet", sagt Hawe ...

Zu den aktuellen Höhepunkten zählen u.a. der einwöchige Besuch des Jazzfestivals Oslo im August 2003, wo Hawe Schneider u.a. mit dem bekannten Saxophonisten Herb Geller jazzte, sowie sein Konzert mit den "European All Stars" am 26.9. in Westoverledingen mit Menno Daams/Trompete, Frank Roberscheuten/Klarinette&Saxophon, Martin Breinschmid/Vibraphon, Rossano Sportiello/Klavier u.v.a.; darüber hinaus arbeitete Hawe Schneider in diesem Jahr auch mit eigenen Besetzungen wie Hawe´s Dreamteam (mit Simon Holliday am Pianoforte) bzw. Hawe´s Jazz Set (mit Gast Ham Carson/Saxophon/USA) als auch als Gastsolist der Lutzemann´s Jatzkapelle (NRW), der Schnelsen Stompers (Hamburg) und der Riverboat Jazzband (Witten). Im September 2003 wurde er in einem 4seitigen Artikel im Jazz Podium porträtiert.

Aktuelle Pressestimmen zu Hawe Schneider:
"Und spielt noch immer eine wunderbare Posaune" - Jazz Podium, Januar 2003
"Hawe Schneider ist und bleibt eine Instanz des traditionellen Jazz in Deutschland" - Badische Zeitung, 6. Februar 2003
"Mit ihm stand mehr als ein halbes Jahrhundert deutscher Jazz-Geschichte auf dem Podium" - Die Glocke, 18. Februar 2003
"Legenden, im Herzen jung" - Neue Ruhr Zeitung (NRZ), 8. März 2003, über Hawe Schneider und Paul Kuhn

... geboren am 7. April 1967 in Hagen / Westfalen, erhielt in den 70er und 80er Jahren Klavierunterricht bei seiner Großmutter Elisabeth Schimpff, einer staatlich geprüften Musikpädagogin. Zwei andere ihrer Klavierschüler, die Brüder Stefan und Michael Koch, wurden dann in den 80er Jahren mit der Rockabilly-Band "The Lennerockers" sehr bekannt. 1981-1982 erwachte Lutz´ Interesse an Jazzmusik, er fand den Einstieg über die Skiffle-Aufnahmen des britischen Popkünstlers Lonnie Donegan und seiner frühen Jazzaufnahmen mit den Bands von Ken Colyer (1953) und Chris Barber (1954/55).

1982-1984 musizierte Lutz Eikelmann in verschiedenen Skiffle-Gruppen wie "Westside City Washboard Kings" und "Königliche Hochzeitsband(e)", begann aber ab 1983 auch regelmäßig in Männer- und Jugendchören als Pianist und Sänger mitzuwirken.

Nach erneuten Skiffle-Versuchen zw. 1986 und 1989, nach Abitur (1987 am Hagener Fichte-Gymnasium) und Bundeswehr (1987/88 in Hemer und Munster) gelang ihm ab 1989 der Einstieg in die Jazzszene.

Im Sommer 1989 besuchte er die Geburtsstadt des Jazz, New Orleans, und lebte dort bei dem englischen Drummer und Autor Barry Martyn; Lutz sammelte erste Jam-Session-Erfahrungen mit Chris Burke, Wendell Eugene, Ron Simmons sowie mit Musikern der Olympia Brass Band.

Zurück in Deutschland gründete er noch im gleichen Jahr seine erste, eigene Jazzgruppe, die Bear County Jazzband, die zu den Vorläufern der später sehr bekannten Dixie Slickers zählte. Letztere Band gründete Lutz Eikelmann im Oktober 1990 mit dem Dortmunder Jazzmusiker Reiner Oeding. Lutz gehörte dann den Dixie Slickers als Co-Bandleader bis zum Juli 1993 an, als er sich durch die Gründung der Lutzemann´s Jatzkapelle (LJK) endgültig selbständig machte.

Lutz Eikelmann arbeitete im Laufe seiner bisher 10jährigen Profimusiker-Laufbahn als freischaffender Künstler auch mit einer Vielzahl dt. Amateur- und Profibands, arbeitet auch aushilfsweise in sogenannten "Telefon"-Bands (Pick Up Bands), kooperierte als Bandleader und Produzent von Aufnahmen und Konzerten mit einer Vielzahl von internationalen Spitzenmusikern wie Engelbert Wrobel, Terry Lightfoot, Peter"Banjo"Meyer, Götz Alsmann, Olivier Franc, Ian Wheeler u.v.a. und wird des weiteren regelmäßig als Gast zu professionellen Ensemblen wie z.Bsp. den Dixieland Crackerjacks (Holland´s erfolgreichste Dixieland-Band der letzten 5 Jahre!) eingeladen.

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